Wohn- Raumbad

Während das Badezimmer im klassischen Sinne einen Ortes Rückzuges darstellt, indem Körperpflege isoliert vom Rest des Wohnraumes erfolgt, so finden in heutiger Zeit neuartige Überlegungen Einzug in das Denken und damit verbunden in die Architektur des Wohnens. So ist es heute durchaus üblich, im einfachsten Fall ein Waschbecken in einen Wohnraum zu integrieren, ohne dass dieser bezüglich seiner Funktion zur Küche oder dem Bad gehörte. Dies kann insbesondere dann von Vorteil sein, wenn sich in einem Haushalt mehrere Personen aufhalten, jedoch nur eine Toilette zur Verfügung steht, obwohl oftmals nur die Benutzung des Waschbeckens gebraucht wird.

Dies ist jedoch nicht der einzige Weg, den Wohnraum und das Bad miteinander zu verbinden. Es muss beispielsweise nicht konsistent sein, die entspannendste Tätigkeit im Hause (das Baden) weg von der typischen heimischen Umgebung durchführen zu müssen. Da Baden nicht nur Körperpflege und Hygiene, sondern auch einfach Abschalten vom Alltag bedeutet, ist dies durchaus vor dem eigenen Kamin oder in Nähe des Sofas oder bei Bedarf auch vor dem Fernseher denkbar. Dabei wird die Funktion des Bades umgedacht. Diese erhält also neben jener ursprünglichen Funktion der Körperpflege eine weitere hinzu, nämlich der des Wohnens. Ähnlich wie das Liegen auf der Couch kann das Liegen in der Badewanne eine deutliche Entspannung fördern, welche eben eher auf den wohnlichen Aspekt des Badens zurückgeht als auf den hygienischen. Dies muss und soll natürlich nicht ausschließen, dass weiterhin ein Badezimmer besteht, welches für entsprechende hygienische Zwecke Verwendung findet, sondern soll die Grenzen zerfließen lassen zwischen Wohnraum und Bad. Das so genannte Wohn-Raumbad stellt dann also an dieser Stelle nicht nur einen Kompromiss zwischen Wohnen und Baden dar, sondern ermöglicht ganz neue individuelle Möglichkeiten zur Umsetzung der eigenen Wünsche.

Was in Thermalbädern oder Saunen selbstverständlich ist, nämlich die Einbettung von Liege- und Entspannungsmöglichkeiten in einen kommunikativen Bereich, d.h. dahin, wo verschiedene Menschen aufeinandertreffen und sich miteinander austauschen können, kann auch im eigenen Heim zur Realität werden. Neben der bereits erwähnten Badewanne vor dem Kamin, bietet sich auch die Möglichkeiten, diese neben ein Fenster zu stellen, um entspannt nach draußen sehen zu können, während man sich im Wasser kühlt oder wärmt, an den eigenen Garten anzubinden oder aber diese sogar Einzelfällen auf den Balkon zu verlegen. Dabei muss es jedoch nicht bei der Badewanne bleiben. Auch Dusch- und Wohnraum müssen nicht zwangsläufig voneinander getrennt sein. Es kann durchaus die Möglichkeit bestehen, insbesondere für den Sommer gedacht, auch Duschen in die Nähe des angrenzenden Gartens zu verlegen, um nach dem Spielen, Tollen und Arbeiten in diesem wieder Abkühlung erlangen zu können.

Auch für Menschen mit einer Blasenschwäche kann es Sinn machen, sich zu überlegen, ein Pissoir oder eine Toilette mit Waschbecken im eigenen Zimmer zu haben. Dies kann mehrfache nächtliche Wege zur Toilette ersparen, welche im ungünstigen Fall sowohl die Treppe als auch die Gefahr des Wartens auf den Besetzer ersparen. Dieses neuartige Konzept stellt natürlich den Gipfel der Individualisierung des Bades dar. Dabei ist durchaus neben dem bloßen funktionellen Denken bezüglich des entsprechenden Einsatzes der zukunftsweisender Aspekt von großer Bedeutung. Da sich der Wandel der Gesellschaft auch auf den eigenen Wohnraum auswirkt, so ist es durchaus denkbar, dass schon in einigen Jahren das Wohn-Raumbad zu einem gewissen Standard in einigen Häusern und größeren Wohnungen werden kann. Da dies der größte und vor allem individuelle Aspekte eines Badausbaus ist, sollte insbesondere diesbezüglich eine umfangreiche Planung und Konzipierung hinsichtlich der eigenen Bedürfnisse und Wünsche erfolgen.

Ein schönes Bad muss keine Luxusmöbel oder seltene Materialien haben, um anschaulich, komfortabel oder gemütlich zu sein. Je nachdem, was Sie sich wünschen, lassen sich individuelle Vorschläge für Lösungen finden und entsprechend ausarbeiten.

Da das Konzept des Wohn-Raumbades so individuelles wie der Mensch, der dies umzusetzen in Erwägung zieht, so kann auch nicht verallgemeinert werden, welche Elemente lohnenswert, nützlich oder sogar überflüssig sein können. Daher ist eine ausgiebige Planung und direkte Umsetzung aus einer Hand maßgeblich, um die eigene Idee Realität werden zu lassen und kostengünstig die eigenen Vorstellungen umzusetzen.

Doch auch auf der anderen Seite kann eine Badezimmersanierung Sinn machen, um ein solches zum Bade-Wohnraum-Hybrid werden zu lassen. Ob sich dies in einem einfachen Hinzustellen einer bequemen Sitzgelegenheit äußert oder in einer speziellen Miteinbindung von Elektronik in das Badezimmer selbst, z.B. in Form eines Fernsehers oder eines internetfähigen Computers, dabei relativ egal. Da die Aspekte Komfort und Unterhaltung sich in keinster Weise ausschließen, ist auch eine Trennung von Wohnraum und Baderaum keine Dichotomie mehr. Ich freue mich daher, individuelle Lösungen für Sie planen, zusammen zu konzipieren und umsetzen zu können. Aufgrund der Individualität dieses Konzeptes, freue ich mich stets auf Neue, individueller Wohn-Raumbäder realisieren zu dürfen.

Bisherige Arbeiten

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